Übersicht über alle Workshops

*Die mit Sternchen versehenen Workshops werden Neupräses besonders empfohlen.


1. Digitale Welten – Chancen und Risiken

Workshopleitung: Andrea Pfäffli, Kommunikationsberaterin im Non-Profit Bereich

Workshopdauer: 50 Minuten

Workshopbeschrieb: Das Zeitalter der Digitalisierung eröffnet uns viele neue Perspektiven, stellt uns aber gleichzeitig vor Herausforderungen. Insbesondere alle jene, die sich nicht zu den «digital natives» zählen dürfen, verlieren schnell den Anschluss. Wir verschaffen einen Überblick über digitale Tools und zeigen deren Nutzen für die Jugendarbeit auf.


2. VKP Anispi-Workshop*

Workshopleitung: Michael Weber, lic.phil., Historiker, seit 20 Jahren ehrenamtlich in leitenden Funktionen in der Pfadi tätig, seit 2015 Verbandsleiter des VKP

Workshopdauer: 50 Minuten

Workshopbeschrieb: «Anispi ist genau das, was die Pfadi ausmacht: animierte Selbsterfahrung und Auseinandersetzung im Bereich des Glaubens und der Werte.» So fassen wir Animation Spirituelle in unseren Ausbildungsunterlagen für Leiterinnen, Leiter und Präses zusammen. Junge Menschen sollen ganzheitlich gefördert werden und ein Teil dieser Ganzheitlichkeit macht die eigene Spiritualität aus.

Im Anispi-Workshop lernst du die Methode Anispi kennen und kannst Schritt für Schritt selbst ein Anispi entwickeln. Im Zentrum steht die praktische Umsetzung unserer Methode, also die Erarbeitung von konkreten Aktivitäten in der Pfadi, Jubla oder bei den Minis.


3. Webpool "spirituelle Animation"*

Workshopleitung: Marcella Criscione, PG Webpool für spirituelle Animation, Kantonspräses Jubla Region Basel

Workshopdauer: 50 Minuten

Workshopbeschrieb: Kennst du den neuen Ideenpool der Jubla für spirituelle Animation bereits? In diesem Online-Tool findest du viele Vorschläge für deinen Schar- oder Abteilungsalltag. Sei es z.B., um einen Lagersegnungsgottesdienst vorzubereiten, oder um spirituelle Gruppenspiele, Geschichten, Lieder, Filme und Weiteres zu finden. In diesem Atelier bekommst du einen kurzen Einblick und lernst, wie du deine eigenen Ideen in diesem Ideenpool teilen kannst.


4. Eine ministrierende Jublaschar – geht das?

Workshopleitung: Thomas Bucher, 24 Jahre alt, Student. Von 2015-2018 Scharleiter der Jubla-Minischar Stüsslingen-Rohr und mittlerweile Resortleiter PR / Öffentlichkeitsarbeit beim Kantonalverband der Jungwacht Blauring Kanton Solothurn

Workshopdauer: 50 Minuten

Workshopbeschrieb: Normalerweise beschränkt sich das Jahresprogramm einer Ministrantenschar auf die Einsätze in der Kirche und ein paar gemeinsame Anlässe durch das Jahr, wie beispielsweise eine Weihnachtsfeier oder ein Dankesanlass in einem Freizeitpark. Doch auf diesem Jahresprogramm können ebenfalls Anlässe wie ein Pfingstlager, ein einwöchiges Herbstlager oder sonstige Anlässe zu finden sein. Mit einem solchen breiten Angebot an Kinder- und Jugendarbeit stellt sich die Frage, ob ein Beitritt zu einem Jugendverband Sinn machen würde? Im Atelier wird am Beispiel der Jubla-Minischar Stüsslingen-Rohr, welche vor über 10 Jahren als Ministrantenschar dem Verband Jungwacht Blauring beigetreten ist, aufgezeigt was ein solcher Schritt für Möglichkeiten bringt. Wie funktioniert eine Öffnung für Mitlieder sämtlicher Konfessionen, welche Vorteile bringt eine Mitgliedschaft bei Jungwacht Blauring und was können mögliche Schwierigkeiten sein.


5. Nähe und Distanz*

Workshopleitung: FG Prävention Jungwacht Blauring Schweiz

Workshopdauer: 50 Minuten

Workshopbeschrieb: Sollen Präses bei Gruppenspielen mit Körperkontakt mitmachen? Wie kann ein/eine Präses ein weinendes Kind trösten, ohne dabei eine Grenzen zu verletzen? Worum geht es eigentlich bei psychischen Grenzen? Nähe und Distanz ist ein Dauerthema, in welchem sich auch der/die Präses bewegt. Dieses Atelier lädt zu einem Austausch ein und gibt Anregungen und Hilfestellungen mit auf den Weg.


6. Switch – kreative Übungen zum Gottesdienst

Workshopleitung: Adrian Bolzern, Kaplan und Circuspfarrer. Langjährige Erfahrung in der Jugendarbeit in verschiedenen Aufgaben und Pfarreien.

Workshopdauer: 50 Minuten

Workshopbeschrieb: Der Ablauf des Gottesdienstes ist für Kinder und Jugendliche manchmal schwer verständlich und hat mit ihrem Alltag nicht viel zu tun. Switch versucht da eine Brücke zu schlagen. Anhand von konkreten Beispielen aus dem Alltag der Kinder und Jugendlichen schlagen wir eine Brücke zur Liturgie und zeigen damit, dass auch der Ablauf des Gottesdienstes für Kinder und Jugendliche interessant sein kann und Spass macht. «Switcht» mal rein!


7. Konflikt-Kompetenz, Vom Umgang mit Konflikten in der Verbandsarbeit

Workshopleitung: Sandra Dietschi Sieber. Mitarbeiterin Fachbereich Pastoral der röm.-kath. Landeskirche Kanton Luzern, Supervisorin/Coach IAP.

Workshopdauer: 110 Minuten

Workshopbeschrieb: Verbandliche Kinder- und Jugendarbeit baut auf der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen auf und ist ein wichtiger Experimentier- und Freiraum. Sobald jedoch unterschiedliche Bedürfnisse und Motive aufeinandertreffen, entstehen Gegensätze und es können sich Konflikte formieren. Sei dies im Leitungsteam, an einem Anlass oder im Lager.

Ein adäquater Umgang mit Konflikten jeder Art ist darum von grosser Bedeutung. Dem oder der Präses kommt darin eine grosse Verantwortung und wichtige Vermittlungsrolle zu.

Das Atelier befähigt die Teilnehmenden, in konfliktträchtigen Situationen handlungsfähig zu bleiben, sowie die persönliche Konfliktfähigkeit zu fördern und zu festigen. Zudem werden Methoden der Konfliktbewältigung vorgestellt und ausprobiert.


8. Ansprechbar und da sein - beraten und begleiten*

Workshopleitung: Monika Hug, Theologin und Religionspädagogin, Spitalseelsorgerin in den Spitälern Stans und Sarnen, Mitarbeiterin bei der Franziskanischen Gemeinschaft, Vorstandsmitglied der DAMP.

Workshopdauer: 50 Minuten

Workshopbeschrieb: Ein Präses ist Motivator, Animatorin, Organisator, Krisenmanagerin, Vermittlerund eben auch manchmal Seelsorgerin - Ansprechbar und da sein! Die Begleitung und Beratung von Kinder und Jugendlichen ist sehr vielfältig. Sie kann nur punktuell oder über eine längere Zeitspanne erfolgen. Manchmal reicht eine einfache, sachliche Antwort. Manchmal wird man regelrecht hineingezogen in sehr komplexe und herausfordernde Situationen.

Wie man als Präses Kinder und Jugendliche begleitet und beratet und eben manchmal auch Seel-Sorge betreibt wollen wir in diesem Atelier gemeinsam anschauen und diskutieren.


9. Krisen und Krisenmanagement*

Workshopleitung: Thomas Boutellier, Krisenverantwortlicher PBS und Verbandspräses VKP sowie Claudio Spescha, Krisenverantwortlicher Jungwacht Blauring Schweiz

Workshopdauer: 110 Minuten

Workshopbeschrieb: Ins Lager reisen mit 50 Kinder, heimreisen mit 49. Eine Horrorvorstellung wenn man zu überlegen beginnt, wie das alles hat passieren können. Aber neben den Worst-Case-Szenarien wie Tod oder Unfall gibt es eine Unzahl von Möglichkeiten. Alle diese Überlegungen fallen ins Thema Krisen, genauso wie überforderte Leiter oder der Blaulichteinsatz bei einem Anlasse.

Was ist denn nun eine Krise und wie verhalte ich mich? Welche Hilfestellungen geben die Verbände, was muss ich vorbereiten?

Anhand von Praxisbeispielen sich Gedanken machen und das eigene Handeln vorbereiten.


10. Elternarbeit

Workshopleitung: Esther Burri, Sozialpädagogin, seit bald 20 Jahren in der offenen und verbandlichen Jugendarbeit tätig. Seit 2015 bei der Jungwacht Blauring Schweiz, verantwortlich für den Bereich Animation Jugendpastoral

Workshopdauer: 50 Minuten

Workshopbeschrieb: Der Jugendverband wird als Teil der Bildung, welche ein Kind in seiner Entwicklung prägt/formt, gesehen. Kinder besuchen die Schule und erleben formelles Lernen. In der Freizeit kommen die Kinder in den Jugendverband und erleben da informelles Lernen.

Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und der jeweiligen Abteilung/Schar/Gruppe muss definiert und gestaltet werden. Eine besondere Herausforderung bildet dabei das Verständnis von Erziehung und Bildung. Gerade auch deswegen, da alle Leitungspersonen ja selbst Kinder von Eltern sind.

Im Workshop Elternarbeit gehen wir dieser Thematik auf die Spur, geprägt davon, dass wir vielleicht selbst Eltern sind, eine pädagogisch/soziale Ausbildung mit uns rumtragen und/oder als Kind Teil einer Jugendgruppe waren. Der Workshop wird auch beleuchten, dass Familie mehr sein kann, als das klassische Verständnis von Mutter, Vater, Kind.


11. Texte schreiben für Web, Print und Social Media

Workshopleitung: Erik Senz, Ex-Berliner, BWLer, aktuell Kommunikationsleiter einer Kirche, vorher u.a. tätig in Marketing und Management von Verlagen, Medienhäusern und Kommunikationsagenturen. Auch: Trainer bei „Kirche kommuniziert“ (Katholisches Medienzentrum Zürich)

Workshopdauer: 110 Minuten

Workshopbeschrieb: Wer öffentlichkeitswirksam schreiben will, muss verständlich schreiben – gut gegliedert, einfach und klar – egal wo der Text veröffentlicht werden soll. Im Workshop gibt es etwas zu unterschiedlichen Textgattungen zu erfahren. Es wird gezeigt, welche Zutaten für einen gelungenen Basistext nötig sind. Gemeinsam wird der Basistext für unterschiedliche Publikationskanäle (Web, Print, SoMe) variiert. Abgeschmeckt wird mit Tipps und Tricks aus der Erfahrung der Teilnehmenden.


12. Zaubertricks begeistern

Workshopleitung: Andreas Stalder, Bundespräses Jubla Schweiz

Workshopdauer: 50 Minuten

Workshopbeschrieb: Zaubertricks begeistern alle Altersstufen. Das Staunen erweckt Interesse. Dieser Effekt kann in der Rolle als Präses sehr nützlich sein, um auf eine sympathische Art Aufmerksamkeit zu gewinnen und so mit Kindern, Jugendlichen oder Leitenden ins Gespräch zukommen. Mit Zaubertricks können auch besinnliche Gedanken gut verbunden werden. Bist du interessiert? Dann lass dich in diesem Atelier selber begeistern!


13. Lagerküche – Ort für Leib und Seele

Workshopleitung: Abt Christian Meyer, langjähriger Pfadi-Präses und ehemaliges Vorstandsmitglied der DAMP

Workshopdauer: 50 Minuten

Workshopbeschrieb: In der Lagerküche kommt manchmal viel zusammen, obwohl sie doch häufig für die meisten ein Tabu-Ort wäre. Und dennoch geht es nicht nur um das Wohl des Leibes in der Lagerküche mit all seinen Facetten. Nein, die Küche wird ab und zu zu einem Ort, an dem die Seele auch abladen oder tanken kann. Der Workshop möchte hier einen kleinen Einblick geben.


14. Die Präsesrolle im Kontext der Gesamtpastoral

Workshopleitung: Viktor Diethelm, Leiter der Deutschschweizer Fachstelle für offene kirchliche Jugendarbeit. Ehemaliger Kantonspräses von Jungwacht Blauring Luzern

Workshopdauer: 50 Minuten

Workshopbeschrieb: Die Resultate der Bischofssynode 2018 (Jugendsynode) zeigen deutlich auf: Jugendliche sollen die Kirche aktiv mitgestalten und Wegbereiter/-innen für die zukünftige Kirche sein. Präsides sind im engen Kontakt mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Diese Beziehungen beinhalten Chancen und Möglichkeiten für die gesamte pastorale Arbeit. Junge Menschen engagieren sich freiwillig in der katholischen Jugendorganisation. Dieses Engagement soll innerhalb der Gesamtpastoral gefördert und wertgeschätzt werden. Präsides haben dabei eine aktive Funktion, das aktive Vereinsleben der Kinder- und Jugendlichen in das Pfarreileben zu integrieren bzw. gegen ein isoliertes Dasein zu wirken.

Viele weitere Chancen und Möglichkeiten liegen in einer aktiven Gestaltung der Präsidesrolle innerhalb der Gesamtpastoral, welche auch den Jugendlichen und dem Vereinsleben zugutekommen. Die Bischöfe formulieren im Abschlussdokument ein klares Anliegen, was die Zusammenarbeit innerhalb der Pastoral betrifft: «141 «Die Vielzahl äusserst spezialisierter, jedoch zuweilen getrennter Ämter ist nicht förderlich, um dem christlichen Angebot Bedeutung zu verleihen. [...] Die verschiedenen Bereiche müssen besser koordiniert werden und sich ergänzen, damit eine «Ämterarbeit» zur «Projektarbeit» wird.»


15. Präsestalk "Chopfläärete"

Workshopleitung: Valentin Beck, Bundespräses Jungwacht Blauring

Workshopdauer: 50 Minuten

Workshopbeschrieb: In dieser offenen Diskussionsrunde kann mit Anstand, aber in aller Offenheit frei von der Leber gesagt werden, was einem an der eigenen Organisation nervt, beschäftigt und besorgt (Lokalgruppe, kantonaler oder nationaler Verband, Kirche (Amtskirche / Kirchenbehörde aller Ebenen)).

Erstes Ziel ist es, auszusprechen, was sonst aus Zurückhaltung und/oder Harmoniebedürfnis unterdrückt wird.

Einige Themen werden wir auch gemeinsam diskutieren können, je nachdem Klärungsversuche wagen und/oder Gefässe zur Weiterbearbeitung definieren.

Wir wollen nicht beim Negativen stehen bleiben oder uns gegenseitig damit anstecken, sondern die schwierigen Seiten als dazugehöriger Teil des insgesamt guten grossen Ganzen wahr- und ernst nehmen.